Begriffe

 

                     ?  ?  ?  ?  ?  ?  ?  ?  ?Facebook

 

             Happy Slapping...


                                      Cyber-Bulling...

          Dissoziation...


                      Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom....

 

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Was heissen all diese Begriffe?
Hier findet Ihr einige Begriffe kurz und verständlich erklärt. Falls Ihr ein Begriff sucht, der hier nicht aufgeführt ist, bitte melden - wir tragen sie gerne nach!

 

ADHS
Dies ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (auch HKS - Hyperkinetische Störung genannt). Dieses ADHS tritt schon im Kindesalter auf und äussert sich in einer körperlichen Unruhe des Kindes. Die Häufigkeit ist bei 6.5 % der Kinder und Jugendlichen berechnet.

Auswirkung: Unaufmerksamkeit (eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, eingeschränkte Daueraufmerksamkeit, erhöte Ablenkbarkeit), Hyperaktivität (allgemeine motorische Unruhe), Impulsivität (mangelde kognitive/emotionale Impulskontrolle)

 

Adoleszenz

Dieses Wort kommt vom Latain und heisst "heranwachsen". Es steht für den Zeitabschnitt eines jungen Menschen, der biologisch gesehen zeugungsfähig wird und am Ende dieses Zeitabschnittes körperlich nahezu ausgewachsen und emotional wie sozial weitgehend gereift ist. In Mitteleuropa versteht man die Adoleszenzphase zwischen 16 und 24 Jahren. In den USA wird das Alter zwischen 13 und dem vollendeten 19. Lebensjahr gesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hingegen definiert das Alter der Adoleszenz zwischen 10 und 20 Jahren.

Auswirkung: Sie werden erwachsen :-)

 

Antragsdelikt - Offizialdelikt

Antragsdelikte sind leichte Delikte, die nur verfolgt werden, wenn die geschädigte Person selbst die Straftat anzeigt. Dies muss wie folgt statt finden:

Der Strafantrag muss drei Monate nach der Tat eingereicht worden sein, sonst verfällt die Antragsfrist.

  • Der Antrag kann gegen bekannte sowie unbekannte Täterschaften eingereicht werden. Ist die Täterschaft nicht bekannt, beginnt die Antragsfrist erst ab dem Bekanntwerden der Täterschaft.
  • Der Strafantrag kann zurückgezogen werden, wenn seitens der geschädigten Person kein Interesse mehr an der Strafverfolgung hat.
  • Es muss kein Anwalt beigezogen werden. Die Anzeige geht mündlich oder schriftlich bei der Polizei ein und schriftlich bei der Staatsanwaltschaft.

Bei Offizialdelikten wird Strafanzeige gemacht. Das sind Straftaten, die so schwer sind, dass die staatlichen Strafverfolgungsbehörden (Staatsanwaltschaft) die Straftat verfolgen, auch wenn die geschädigte Person keine Strafanzeige macht (Sexualdelikte, schwere Körperverletzung usw.). Diese Straftaten können natürlich nur verfolgt werden, wenn die Staatsanwaltschaft von der Straftat weiss.

  • Strafanzeige kann jede Person machen, die von einem Offizialdelikt Kenntnis hat. Sie muss nicht von der Straftat betroffen sein.
  • Strafanzeige kann gegen eine bekannte Person oder auch gegen unbekannte eingereicht werden.
  • Sie wird mündlich oder schriftlich bei der Polizei und schriftlich bei der Staatsanwaltschaft gestellt.

Hier zu sind die Fristen länger. Unter "Gesetze" sind die Verjährbarkeiten beschrieben.

 

Asperger-Syndrom

Hier handelt es sich um eine ausgeprägte Kontakt- und Kommunikationsstörung, die spätestens im Vorschulalter manifestiert wird. Es wird durch eine qualitative Beeinträchtigung des Interaktionsverhaltens, mangelndes Einfühlungsvermögens, motorische Auffälligkeiten und ausgeprägtes Sonderinteresse charakterisiert. Diese Kinder isolieren sich, wollen mit nichts und niemandem etwas zu tun haben, geschweige denn sich mitteilen. Ganz ähnlich sind die Symptome bei Schizodie.

Auswirkung: Hyperaktivität und Unruhe, aggressives Verhalten, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen.

 

Autismus

Der Begriff ist vom Schweizer Psychiater Eugen Bleuler im 1911 eingeführt worden. Autismus zählt zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. Die Entwicklung des Menschen ist dabei in verschiedenen Bereichen stark beeinträchtigt. Welches Ausmass die Beeinträchtigung hat, kann sehr unterschiedlich kein. Das Spektrum der möglichen Störungen ist sehr breit. Dennoch haben Menschen, die an Autismus leiden, bestimmte Gemeinsamkeiten - siehe Auswirkung.

  • Frühkindlicher Autismus (macht sich vor dem 3. Lebensjahr bemerkbar)
  • Atypischer Autismus (tritt später als der Frühkindliche Autismus zum Vorschein)
  • Asperger-Syndrom (milder ausgeprägt - kommt fast ausschliesslich bei Buben vor)
  • Rett-Syndrom: (zwischem 6 Mt. und dem 4. Lebensjahr - fast ausschliesslich bei Mädchen)

Auswirkung: Ein Autist hat Schwierigkeiten, Beziehungen zu andern Menschen einzugehen. Die Kommunikation sowie die Sprachentwicklung ist beeinträchtigt. Ebenso sind die Aktivitäten und Interessen sehr eingeschränkt und zeigen immer wieder ein wiederholtes Verhaltensmuster.

 

Beischlaf

Beischlaf ist der Ausdruck für Geschlechtsverkehr. Es kann auch Koitus genannt werden. Dabei geschieht die Penetration. Das ist das Eindringen des erregten Penis in die Scheide der Frau. Zu unserem Thema wird das als Vergewaltigung verwendet. Der Täter tätigte den Beischlaf mit dem Kinde!

Auswirkung: Nebst psychischer Verletzung, Schuld- und Schamgefühlen, Loyalitätskonflikt usw., können auch körperliche Verletzungen sichtbar sein. Narben, Schmerzen, Beckenverkrampfungen, Fehlsteuerung von Nerven, Schwangerschaft bis zu inneren Blutungen - Verblutungen bis zum Tod!

 

Borderline

Von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) spricht man, wenn eine Person eine Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen vorweisst. Das Selbstbild ist gestört und die Gefühlsregungen sind sehr schwankend. Ein Borderline-Patient zeigt vorallem eine sehr ausgeprägte emotionale Instabilität.

Auswirkung: Wechselnde instabile Stimmung, emotionale Ausbrüche, gestörtes Selbstgefühl durch innere Leere, mangelndes Selbstwertgefühl bis hin zur Verachtung der eigenen Person.

 

Cyber

Das Wort selbst hat etwas futuristischen in sich. Es gibt Cyberkultur, Cyberlox (für die Haare), Cybertanz mit Technobeats und LED-Ringen etc. So kam das Wort Cyber ins moderne Internetzeitalter. Doch auch im Sport wird "CyberCrossing" angewendet. Das Wort selbst hat selbst keinen negativen Charakter.

 

CyberBullying

Dieser englische Begriff bezeichnet verschiedene Formen von Belästigungen, Bedrängungen, Nötigungen anderer Menschen mit elektronischer Kommunikationsmittel. Bezeichnend für Cyberbullying (geht auch unter Cybermobbing) ist, dass Täter und Opfer sich in der Regel nicht physisch gegenüberstehen. Der Täter bekommt nicht mit, wie das Opfer auf die schriftlich oder visuell verbreitete Information, die von unzähligen Menschen gelesen oder gesehen werden kann, reagiert. Je nach Speicherung oder Veröffentlichung dieser Information haben die Opfer kaum die Möglichkeit, diese zu löschen.

Auswirkung: Das Opfer fühlt sich verletzt, beschämend, zieht sich zurück. Der Weg zur Schule wird zur Totur, schulische Leistungen sacken ein. Es geht bis hin zur Selbstverletzung oder sogar Suizid! Die Täterschaft hingegen fühlen sich stark und vorallem auch bestärkt, wenn sie die Reaktionen der "Mitstreiter" mitbekommen.

 

CyberChondrie

Das Doppelwort kommt aus Cyber und Hypochondrie (siehe diese Liste unter "H") und bezeichnet einen pathologischen Zustand bei Menschen, bei denen hypochondrische Tendenzen durch Informationen aus dem Internet ausgelöst oder verstärkt werden. Hypochonder sind Menschen, welche vor jeglichen körperlichen Veränderungen Angst haben und daraus eine Krankheit schliessen. Die verschiedensten Medizinischen Informationen aus dem Netz, etwa über Krankheitsportale, können bestehende Krankheitsängste so weit schüren, dass sie zu einer manifesten Hypochondrie führen, die physische und psychische Symptome nach sich ziehen.


Auswirkung: Da sich bei einem Arztesuch die Diagnose als "gesund" erweisst, die Person dies jedoch nicht wahr haben möchte, wird ein Cyberchondrier zum Do-It-Yourself-Mediziner. Sie suchen weiter im Netz nach nützlichen Informationen und Anwendungen und behandeln ihren gesunden Körper.

 

CyberCrime

Computerkriminalität - Kriminalität, wo elektronische Daten verwendet werden.

 

CyberGrooming

"To groom" heisst: striegeln, zurechtmachen, vorbereiten - CyberGrooming zu gut Deutsch: Internet-Anbahnung. Hier wird das gezielte Ansprechen von Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte bezeichnet. Der Begriff kann sowohl auf Voll- als auch auf Minderjährige beziehen. Doch hat er sich im Internetzeitalter auf Minderjährige eingebürgert. Die Täterschaft gibt sich meist als Kind oder Jugendlichen aus. Es wird zuerst argloses Vertrauen aufgebaut. Sie erschleichen sich durch Komplimente das Vertrauen junger Internetbenutzer. Ihr Ziel ist es meist, ihre jugendlichen Chatpartner auch im wahren Leben zu treffen und sie zu missbrauchen.

Auswirkung: Durch die vielen Komplimente wird das Opfer zugänglich. Nacktfotos, sexueller Missbrauch und danach durch Drohungen werden die Opfer gefügig.

 

CyberMobbing

Das ist der meistbenutze Begriff, wo auch Internet-Mobbing. Cyber-Bullying, Cyber-Stalking darunter fallen. Es sind Belästigungen, Bedrüngungen, Nötigungen anderer Menschen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel über das Internet, Chatrooms, Instant, Messaging usw. Dazu gehört auch der Diebstahl von virtuellen Identitäten, um in fremden Namen Beleidigungen auszustossen oder Geschäfte zu tätigen. Unter den Kindern und Jugendlichen sind es viel Beleidigungen in Worten, welche den Umlauf machen.

Auswirkung: Das Opfer fühlt sich verletzt, beschämend, zieht sich zurück. Der Weg zur Schule wird zur Tortur, schulische Leistungen sacken ein. Es geht bis hin zur Selbstverletzung oder sogar Suizid! Die Täterschaft hingegen fühlen sich stark und vorallem auch gestärkt, wenn sie die Reaktionen der "Mitstreiter" mitbekommen.

 

CyberStalking

Cyberstalking ist nichts anderes als Stalking über das Internet. Von Cyberstalking spricht man, wenn Technologie, insbesondere das Internet, dazu verwendet wird, andere zu belästigen. Häufige Merkmale des Cyberstalking sind falsche Anschuldigungen, Überwachung, Bedrohung, Identitätsdiebstahl sowie Datenvernichtung oder -manipulation. Zu Cyberstalking gehört auch die sexuelle Belästigung Minderjähriger und weiteren Belästigungen junger Menschen.

Auswirkung: Das psychische Wohlbefinden wird geschädigt. Unruhe, Schreckhaftigkeit, Kopfschmerzen, Angstsymptomen, Schlafstörungen, Magenbeschwerden sowie geistige und körperliche Erschöpfung. Je nach Härte und Vorfall kann es bis zum Verfolgungswahn kommen.

 

Depression
Eine einheitliche Definition der Depression existiert nicht. Der Begriff Depression wird deshalb auf bestimmte psychische Zustände angewandt, die hinsichtlich Ursachen, Schweregrad und Verlauf der Erkrankung sehr unterschiedlich sein können. In der Alltagssprache wird jemand als deprssiv bezeichnet, der sich traurig und lustlos zeigt.

Auswirkung: Die emotionale Auswirkung der Depression können Schwierigkeiten in der Beziehung auslösen, bei Kindern/Jugendlichen Lustlosigkeit an schulischen, sportlichen Tätigkeiten, Angstzustände, schnell reizbar und mehr. Die körperlichen Auswirkungen sind vorallem Energielosigkeit, Erschöpfung nach geringer Arbeit sowie Verschlimmerung bestehenden Krankheitsbildern.

 

Derealisation / Depersonalisation
Bei einer Derealisation besteht das Gefühl des gestörten Umwelterlebens. Objekte, Menschen oder die gesamte Umgebung werden als fremd, unvertraut, unwirklich, roboterhaft, fern, künstlich, zu klein oder zu gross, farblos oder leblos erlebt. Das sind auch Abspaltungsvorgänge oder Entfremdungen. Diese entstehen auch, wenn man sich vor der Vertrautheit fürchtet. Kommt übrigens auch beim Kiffen vor!

Auswirkung: Einsamkeit, Schüchternheit, keine Zugehörigkeit, Unbehagen - die betroffene Person isoliert sich und meidet jeglichen unnötigen Kontakt.

 

Dissoziation / multiple Persönlichkeit

Wenn die Seele splittert...: Hier handelt es sich um klare Abspaltungsvorgänge. Negative, belastende und unerträgliche Gefühle werden durch die Abspaltung zu bewältigen versucht. Die wahrgenommene Gefühllosigkeit wird in der Folge als Entfremdung gegenüber sich selbst erlebt.

Die Dissoziation ist eine Möglichkeit, traumatische Erlebnisse wegzustecken. Dies sind ausnahmslos schwerste seelische und körperliche Misshandlungen und sonstige Gewalterfahrungen in der Kindheit. Sie dissoziieren sich, um für sich ein Leben einzurichten, wo sie vor weiteren Verletzungen (körperlich und psychisch) geschützt sind. Man nennt es auch: Selbstheilungskraft.

Auswirkung: Sie ersuchen seelisch zu überleben. So passen sie ihre multiple Person der entsprechenden Tagessituation an. Durch die verschiedenen sozialen Kontakte kommen entsprechend andere Teilpersönlichkeiten zum vorschein. So haben diese Persönlichkeiten keinerlei Ahnung von Gewalt und Missbrauch in der Vergangenheit oder sogar Gegenwart!

 

Down-Syndrom/Trisomie 21

Aufgrund des überzähligen "Chromosoms 21" hat ein Kind mit Down-Syndrom gewisse körperliche Besonderheiten, die es von anderen Kindern unterscheidet. Kinder mit Down-Syndrom zeigen jedoch mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten. Sie unterscheiden sich sehr in ihrem Aussehen, ihrem Temperament und ihren Fähigkeiten. Jedes Kind wird ganz individuelle Züge und Charaktereigenschaften haben, die es von seinen Eltern geerbt hat. Die Kinder mit Down-Syndrom haben das "Chromosom 21" dreimal. Aber je nachdem, ob nur ein Teil vom "Chromosom 21" oder das gesamte Chromosom zusätzlich vorhanden ist und ob die verantwortlichen Gene in jeder Zelle zu oft vorkommen, unterscheidet man in drei Formen:

  • die freie Trisomie 21 (95 %)
  • die Translokationstrisomie 21 (4 %)
  • die Mosaik Trisomie 21 (1 %)

Doch... Kinder mit diesem Syndrom sind in erster Linie Kinder. Dass sie die Trisomie 21 haben, ist erst in zweiter Linie wichtig! Sie haben die gleichen Bedürfnisse wie alle Kinder!

 

DSM-IV

DSM-IV ist ein Klassifikationssystem in der Psychiatrie. Auf deutsch steht es für "diagnostischer und statistischer Leitfaden psychischer Störungen". DSM = Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders.

Das DSM steht in Konkurren zur ICD-10, die internationale Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation. DSM stammt aus den USA und wird vielerorts angewendet. Unter diesen Begriffen werden werden verschiedene Kriterien klassifiziert. Beim DSM gelten Klassifizierungen bezüglich den Geschlechtern, ICD-10 setzt ihren Schwerpunkt auf eine interkulturelle Perspektive und eine Anwendung auch in den Ländern der Dritten Welt.

In dieser Begriffsliste ist ICD-10 auch enthalten - mit dem gleichen Inhalt.

 

Ephebophilie / Hebephilie

Dies ist die Beschreibung der sexuellen Zuneigung zu Adoleszenten. Um genau zu sein ist Ephebopilie die sexuelle Zuneigung Erwachsener auf Mädchen, unter Parthenophilie versteht man die sexuelle Zuneigung Erwachsener auf Jungen.

Auswirkung: Seelenmord! Obwohl es vorkommt, dass das Jugendliche eine Verliebtheit gegenüber dem Täter verspüren kann, wird es bei sexueller Ausbeutung massiv missbraucht. Schamgefühl, Ohnmacht dem Täter gegenüber und vorallem Verschwiegenheit. Ein pubertierender junger Mensch macht negative Geschehnisse meist mit sich selbst aus, spricht selten jemand an, um Hilfe zu holen, da es ihm zu peinlich ist.

 

Flashback

Ein Flashback ist ein Wiedererleben früherer Gefühlszustände (Erinnerungsattacke, Erinnerungsblitz, Erinnerungsrückfall, zurückversetzt in die Vergangenheit)

Auswirkung: Ein Duft aus der Kindheit, ein Hören eines Liedes, ein Erkennen eines Ortes aus der späten Vergangenheit kann positive Emotionen auslösen, die einem in guten Erinnerungen schwelgen lassen. Bei traumatisierten Menschen können Schlüsselreize wie Uniformen, Signaltöne, Nachrichten zu seelischen Schmerzen bis zu Angst und Schweissausbrüchen führen.

 

Gefährdungsmeldung Kindeswohl

Eine Gefährdungsmeldung ist ein von einer natürlichen oder juristischen Person eingereichtes Schreiben an die jeweilige Vormundschaftsbehörde (Kinder- & Erwachsenenschutzbehörde) und ermöglicht bei der Gefährdung von Personen, zu deren Hilfe aktiv zu werden. Eine Gefährdung liegt vor, wenn die Möglichkeit einer Beeinträchtigung einer betroffenen Person wie zum Beispiel bei einem Kind, besteht.

Nicht erforderlich ist, dass diese Beeinträchtigung schon besteht. Sie kann auch präventiv eingereicht werden, um Beeinträchtigungen zu vermeiden.

 

Happy Slapping

Happy Slapping ("lustiges Zuschlagen") ist ein körperlicher Angriff auf meist unbekannte Passanten, aber auch auf Mitschüler oder Lehrer, was auf Video aufgenommen und daraufhin veröffentlicht wird. Jugendliche betreiben dies gerne in der Freizeit, sich zu Necken, zu Ärgern, dies zu filmen und danach zu veröffentlichen. Weit schlimmere Folgen hat die kriminelle Anwendung: Eine Gruppe Täter greifft wahllos einen Passanten an, verprügeln ihn, filmen und verschwinden so schnell wieder, wie sie gekommen sind. Auch kommt es vor, dass das Opfer bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt wird, unter Wasser gehalten, sexuell missbraucht bis hin zur Vergewaltigung. Danach verschwindet die Täterschaft, ohne sich um das Opfer zu kümmern.

Auswirkung: Je nach Härte muss das Opfer ins Spital eingeliefert werden oder verstirbt an den Folgen der Verletzungen. Die Täterschaft fühlt sich stark, geil und voll toll!

 

Hebephilie

...siehe Ephebophilie - ist das Gleiche.

 

Hypochondrie

Dies beschreibt eine Angst dominierte Beziehung zum eigenen Körper und dessen Funktionen sowie eine Angst vor Krankheiten. Als Hypochonder bezeichnet man Menschen, die vermehrt auf Veränderungen von Körperfunktionen achtet und auch geringfügige Körpersignale als möglichen Ausdruck schwerer Erkrankungen interpretieren. Eine übertriebene Selbstbeobachtung kann auch be psychisch gesunden Menschen zu Fehlwahrnehmungen führen. Durch Internetportale können Krankheitssymptome erkundet werden, was zu einer neuen Form der Krankheitsangst führt, wie zum Beispiel Cyberchondrie.

Auswirkung: Depressionen, Wahnstörungen, Angststörungen - sie fühlen sich nicht wohl und werden vor der Furcht einer nicht bestehenden Krankheit zermürbt.

 

ICD-10

ICD = "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems" oder "internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" Die ICD-10-Klassifizierung wird von der Weltgesundheitsorganisation herausgegeben.

ICD-10 steht in Konkurrenz zur DSM-IV-Klassifizierung. ICD-10 setzt ihren Schwerpunkt auf eine interkulturelle Perspektive und eine Anwendung in den Ländern der Dritten Welt. Beim DSM gelten Klassifizierungen bezüglich den Geschlechtern.

Das DSM-IV-Klassifizierungssystem ist auch in dieser Liste aufgeführt - mit selbem Ihnalt wie hier.

 

Indigo-Kinder

Indigo-Kinder bezeichnet man, wenn Kinder ganz besondere psychische und spirituelle Merkmale und Fähigkeiten vorweisen. Die Kinder würden die Aura, namentlich ein übersinnliches Energiefeld, sehen können. Sie sollen paranormale Fähigkeiten haben wie zum Beispiel durch Gedankenkraft Gegnstände bewegen oder mit verstorbenen sprechen können.

Auswirkung: Diese Kinder sind sehr sensibel, hellsichtig und überdurchschnittlich begabt. Sie haben ein stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein und sind gegen Autoritäten auflehnend. Deshalb sind diese Kinder auch rebellisch und aggressiv.

 

Integrität

Unversehrtheit, Unberührtheit, Unverscholtenheit.

Auswirkung: Was will man mehr als ein glückliches Leben? Eine liebevolle, bejahende Erziehung ist der Motor für ein Leben mit Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und ein positiven Umgang mit den Mitmenschen.

 

Inzest

Inzest ist der sexuelle Missbrauch zwischen Blutsverwandten. Missbrauch innerhalb der Familie verstösst nicht nur gegen die "guten Sitten", es ist auch gesetzlich verboten.

Auswirkung: Da kommt es auf die Situation an. Betreiben Geschwister im gemeinsamen Einverständnis Sex, hat das seelisch sowie körperlich keine negativen Folgen. Das Verhältnis Schwester/Bruder ist jedoch gestört. Treibt ein Elternteil mit ihrem minderjährigen Kind Inzest, hat das für das Kind schwerwiegende Folgen. Unter diesen Folgen können jegliche Arten auftreten, welche auch hier unter diesen Begriffen zu finden sind - bis hin zum Suizid! Sollte die Frau schwanger werden, kann das geborene Kind später unter Lernschwierigkeiten leiden, geht aber bishin zu ganzkörperlicher Behinderung.

 

Kinderpornografie

Kinderpornografie bezeichnet die Darstellung sexueller Handlungen von, mit, an oder vor Kindern. Die Statistik zeigt, dass pro Sekunde durchschnittlich 750'000 Pädosexuelle auf der Suche nach Kinderpornografie sind! Ende 2014 wurde bei einem Mann in der Schweiz 1,7 Millionen Nacktbilder von Kindern entdeckt! Strafe: 2 Jahre bedingt!!! - Die Justiz soll sich schämen!

Ob nun jemand nur Bilder anschaut, Bilder downloadet oder auch versendet, der missbraucht die Kinder genau gleich, wie jene, die Kinderpornografie herstellen! Denn sie sind es, die das Geschäft mit Kinderpornografie beleben: 20 MILLIARDEN DOLLAR werden jährlich für Kinderpornografie ausgegeben!!!

Auswirkung: Die Täterschaft wird von der Justiz mit Samthandschuhen "bedient", während bei harten Fällen das Leben eines Kindes zerstört wird!!!

 

Kinderrechtskonvention

siehe bei "U", bei UN-Kinderrechtskonvention

 

Kinderschutz

Kinderschutz ist ein Sammelbegriff für rechtliche Regelung sowie für Massnahmen von staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, die dem Schutz von Kindern vor Schäden und Beeinträchtigungen dienen sollen. Darunter fallen:

  • Übergriffe und Ausbeutung
  • Krankheit
  • Verwahrlosung
  • Armut

Auch wird der Begriff im engeren Sinne verstanden: "Schutz der Kinder vor Gewalt in der Familie und ihrem Umfeld". Wie können wir die Kinder schützen? Diese Frage kann erst beantwortet werden, wenn wir wissen, vor was das Kind zu schützen ist. Geht es um den Schutz gegen sexuelle Übergriffe, so sind für dieses Thema präventive Massnahmen nötig. Geht es um Schutz vor Krankheiten, wird die Prävention dort angesetzt. Insgesamt können wir sagen: "Wir schützen unsere Kinder, dass sie eine liebevolle, geborgene und glückliche Kindheit erleben dürfen!

 

Kindesmissbrauch

Der Begriff Kindesmissbrauch wird verwendet zur Bezeichnung von der Ausübung sexueller Gewalt gegenüber Kindern. Das sind willentliche sexuelle Handlungen Erwachsener mit, an oder vor Kindern. Typischerweise spielt dabei ein Macht- oder Wissensgefälle zwischen dem Täter und seinem kindlichen Opfer eine zentrale Rolle. Die Täterschaft nutzt ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um sene eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen. Das Wort Kindesmissbrauch fällt unter den Begriff Kindesmisshandlung.

 Es werden verschiedene Formen von sexuellem Missbrauch definiert:

  • ohne körperlichen Kontakt (gemeinsames Ansehen von Pornofilmen)
  • ohne körperlichen Kontakt (verbaler sexueller Missbrauch)
  • mit körperlichem Kontakt (gegenseitiges Berühren)
  • nicht penetrativ (gegenseitiges Berühren von Geschlechtsteilen
  • mit penetrativem Kontakt (oraler Geschlechtsverkehr)
  • mit *Paraphilien (Sadismus)  *siehe unter Paraphilien
  • ritualisierter Missbrauch

Auswirkung: Gestörtes Ich-Verhältnis, multiple Persönlichkeitsstörung (siehe im Register) Verstoss gegen den eigenen Körper, Selbsthass, psychische Destabilisation, Selbstverletzung und vieles, vieles mehr bis hin zum Suizid!

 

Kindesmisshandlung

Das ist Gewalt gegen Kinder oder Jugendliche. Es handelt sich um eine besonders schwere Form der Verletzung des Kindeswohls. Unter dem Begriff Kindesmisshandlung werden physische als auch psychische Gewaltdelikte, emotionaler Missbrauch, sexueller Missbrauch sowie Vernachlässigung zusammengefasst. Kindesmisshaldung versteht sich als eine NICHT-zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht oder sogar zum Tod führt. 

Auswirkung: Schädigung der gesamten Kindheit! Schädigung der Gesundheit! Verlust des Vertrauens in den Menschen - bis hin zum Suizid!

 

Kindeswille

Der Begriff Kindeswille spielt im Zusammenhang mit Sorgerecht und Umgangsrecht eine Rolle und kommt konkret sowohl in Umgangsverfahren als auch bei so genannten Inobhutnahmen von Kindern zum Tragen. Vielfach möchte bei einer Trennung der Eltern das Kind bei beiden Elternteilen wohnen. Da auch erstaunlich früh (mit drei bis vier Jahren) die Kinder alle notwendigen psychischen Kompetenzen erworben haben, um einen autonomen und stabilen Willen zu haben und sich äussern zu können, muss der Kindeswille ab drei Jahren familienfreundlich mit einbezogen werden. Das gibt auch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit bzw. Kontrollüberzeugung, was das Kind in der Entscheidungsmöglichkeit fördert.

 

Kindeswohl

Während des Jugendparlamentes sagte ein Kind: "Kindeswohl ist, wenn die Erwachsenen schauen, dass es uns gut geht!" Genau so, nicht anders! Es gibt wohl verschiedene Definitionen und Erziehungsstiele - die meisten auch korrekt. Durch die verschiedenen Bedürfnisse und Lebensstiele jedes einzelnen Kindes ist das Kindeswohl der Situation anzupassen.

Auswirkung: Ein lachendes, strahlendes Kiind sagt mehr als tausend Worte!!!

 

Kindeswohlgefährdung

Eine Kindeswohlgefährdung ist häufig ein Zusammenspiel verschiedener schwieriger und belastender Umstände, die dazu führen, dass ein Kind sich körperlich, psychisch, intellektuell und/oder sozial nicht gesund entwickeln kann. Dies macht deutlich, dass die Frage, wann es sich um eine Kindeswohlgefährdung handelt, nicht einfach zu beantworten ist. Jede Situation einer allfälligen Kindeswohlgefährdung ist mit Beobachtung und Bewertung, mit realen Veränderungsmöglichkeiten und Prognosen verbunden.

Eine Gefährdung liegt vor, sobald nach den Umständen die ernstliche Möglichkeit einer Beeinträchtigung des körperlichen oder geistigen Wohls des Kindes vorauszusehen ist. Nicht erforderlich ist, dass diese Möglichkeit sich schon verwirklicht hat. Unerheblich sind die Ursachen der Gefährund: Sie können in den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weitern Umgebung liegen. Eine Gefährdung soll frühzeitig erkannt werden, um sie abwenden zu können.

Auswirkung: Dies ist so schwer zu beantworten, wie die Frage, was Kindeswohlgefährdung ist. Je nach Gefährdung reicht das von sozialen Defiziten bis hin zum erwirkten Tod!

 

Kognitiv / Kognition

Dieses Wort kognitiv kam erst 1980 in den Duden. Es bedeutet "verstandesmässig", "intellektuell". Die Kognition ist das Denken in einem umfassenden Sinne gemeint:
Darunter verstehen sich die Begriffe wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Erinnerung, Lernen, Problemlösen, Kreativität, Planen, Orientieren usw. Viel hört man auch die kognitiven Fähigkeiten. Das sind mentale Prozesse und Strukturen eines Menschen wie Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche, Absichten. So fassen wir zusammen und sagen der Kognition auch Informationsverarbeitungsprozesse.

 

Multiple Persönlichkeitsstörung MPS

Von einer "Multiplen Persönlichkeitsstörung" spricht man, wenn bei der betroffenen Person kein zentrales ICH mehr existiert und die Kommunikation zwischen den verschiedenen ICHs stark beeinträchtigt ist. Sie wird verursacht durch sehr schwere traumatische Erlebnise, die meistens über einen längeren Zeitraum andauerten und schon in früher Kindheit begannen. Bei MPS treten die verschiedenen Persönlichkeiten nach aussen in Erscheinung, leben im aussen ihr eigenes Leben und identifizieren sich nicht mit ihrem Körper und der Gesamtpersönlichkeit (siehe auch Dissoziation).

Multiple zu werden ist ein Schutzmechanismus, der das psychische Überleben eines Kindes in extremen und wiederholten Gewaltsituationen ermöglicht.

Auswirkung: Sie haben sich eine Innenperson sowie eine Aussenperson erschaffen. Dieser Wechsel der Personen kann zu Verwirrung des Zeitlichen sowie Erinnerungslücken führen. Das bedarf viel Kraft, um die Mitmenschen dies nicht merken zu lassen. Depressionen, Ängste, Backflash, Selbstverletzungen sind weitgehende Auswirkungen.

 

Münchhausen-by-proxy-Syndrom

Hier werden Kinder absichtlich krank gemacht! Dieses Syndrom, auch Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom genannt, ist eine bewusste Aktion, beim Kind eine Krankheit vorzutäuschen, zu erfinden und abschtlich zu induzieren. Dies wird insziniert, um indirekte Aufmerksamkeit zu erlangen, indem man die Kinder in medizinische Obhut bringen muss. Dieses by-prox-Syndrom ist nicht dem DSM-IV unterstellt, da dies benutzt werden könnte, Personen, die Kinder misshandeln, entlastet werden (DSMI-IV, siehe weiter oben unter "D")

Auswirkung: Alles mögliche - bis hin zum Tod!

 

Mutismus

Mutisten sind fähig zu sprechen, doch sie können sich nicht überwinden! Mutismus kommt vom Lateinischen und heisst "Stummheit", mutus "stumm". Mutismus trifft häufig bei sensiblen Kindern auf, wenn deren Bedürfnisse nach Geborgenheit, Liebe und Sicherheit vernachlässigt werden oder wenn soziale Ängste durch negative Erfahrungen ausserhalb des Elternhauses entstanden sind. Man unterscheidet auch zwischen totalem Mutismus (das Kind redet mit niemandem mehr) und dem selektiven Mutismus (das Kind spricht mit einigen auserwählten Personen oder auch in einem räumlich oder zeitluchen begrenzten Umfeld).

Auswirkung: Sprachentwicklungsverzögerung, scheue bis ängstliche Persönlichkeit, Sprechhemmung und Schweigsamkeit in der Familie.

 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Solche Menschen versuchen unmässig stark andere zu imponieren, um deren Bewunderung einzuwerben. Sie können aber keine menschliche Wärme zurückgeben und auch den Schaden nicht wahrnehmen, den sie mit ihrer destruktiven, uneinfühlsamen Verhaltens bei andern und bei sich selbst anrichten. Sie nehmen sich selbst übermässig wichtig, oft beanspruchen sie einen hohen sozialen Status. Sie fühlen sich zu hohen Ansprüchen berechtigt und weisen in ihrer Überzeugung und ihrem Verhalten oftmals eine hohe Selbstwertschätzung auf.

Auswirkung: Dies sind grösstenteils soziale Konsequenzen. Soziale Erfolge sind auch meist mit Konflikten verbunden. Geringe Beliebtheit, Konflikte in Freundeskreisen.

 

Neurose

Unter Neurosen oder auch Nervenkrankheit versteht sich die nervlich bedingte reine funktionelle Erkrankung verstanden - eine Erkrankung ohne Nachweis einer organischen Läsio (Verletzung). Als eine leichte Neurose kann auch schon ein Konflickt zwischen Menschen verstanden werden. Für eine Entstehung einer Neurose kommt ein Wechselspiel aus körperlichen und psychischen Faktoren in Frage. Dies kann beispielsweise eine langfristige belastung Lebenssituation in Kombination mit einer erblich bedingten Neigung zu einer psychischen Störung sein. Evt. liegt bereits in der Familie eine psychische Erkrankung vor. In Verbindung mit langanhaltendem negativem Stress, kann es zu einer schlimmen Neurose kommen.

Auswirkung: Menschen mit Zwangsstörungen wie Waschzwang sowohl Hysterien, Hypochondrien, Phobien, Angststörungen, schizodie und paranoide Störungen sowohl auch imaginäre Stimmen zu hören, bringen den Alltag teils nur schwer oder garnicht mehr über die Runden.

 

Offizialdelikt - Antragsdelikt

Bei Offizialdelikten wird Strafanzeige gemacht. Das sind Straftaten, die so schwer sind, dass die staatlichen Strafverfolgungsbehörden (Staatsanwaltschaft) die Straftat verfolgen, auch wenn die geschädigte Person keine Strafanzeige macht (Sexualdelikte, schwere Körperverletzung usw.). Diese Straftaten können natürlich nur verfolgt werden, wenn die Staatsanwaltschaft von der Straftat weiss.

  • Strafanzeige kann jede Person machen, die von einem Offizialdelikt Kenntnis hat. Sie muss nicht von der Straftat betroffen sein.
  • Strafanzeige kann gegen eine bekannte Person oder auch gegen unbekannte eingereicht werden.
  • Sie wir mündlich oder schriftlich bei der Polizei und schriftlich bei der Staatsanwaltschaft gestellt.

Hier zu sind die Fristen länger. Unter "Gesetze" sind die Verjährbarkeiten beschrieben.

Antragsdelikte sind leichte Delikte, die nur verfolgt werden, wenn die geschädigte Person selbst die Straftat anzeigt. Dies muss wie folgt statt finden:

Der Strafantrag muss drei Monate nach der Tat eingereicht worden sein, sonst verfällt die Antragsfrist.

  • Der Antrag kann gegen bekannte sowie unbekannte Täterschaften eingereicht werden. Ist die Täterschaft nicht bekannt, beginnt die Antragsfrist erst ab dem Bekanntwerden der Täterschaft.
  • Der Strafantrag kann zurückgezogen werden, wenn seitens der geschädigten Person kein Interesse mehr an der Stafverfolgung hat.
  • Es muss kein Antwalt beigezogen werden. Die Anzeige geht mündlich oder schriftlich bei der Polizei ein und schriftlich bei der Staatsanwaltschaft.

 

Pädophilie

Personen, die sexuelle Beziehungen zu Kindern anstreben, wobei es nicht um Liebe zu Kindern, sondern um das Benutzen von Kindern geht. Es gibt auch die Fachausdrücke wie Ephebophilie, was die sexuelle Neigung von Erwachsenen an pubertären Mädchen beschreibt, Parthenophilie beschreibt die sexuelle Neigung von Erwachsenen an pubertären Jungen.

Auswirkung: Sellischer Mord am Kind! Ein Kind, das sexuell missbraucht wurde, wird sein Leben lang diese Last mit sich tragen. Es kann das Erlebte ertäglicher machen, indem es entweder offen darüber spricht oder versucht, ganz vergessen zu machen. Das Vertrauen in das Wesen "Mensch" muss wieder hart erarbeitet werden.

 

Paranodie Persönlichkeitsstörung

Dies ist gekennzeichnet durch besondere Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung, Nachtragen von Kränkungen, übertriebenes Misstrauen sowie die Neigung, Erlebtes als Feindseligkeit der eigenen Person gegenüber zu deuten. Neutrale und feindliche Handlungen anderer werden als feindlich, herabsetztend oder verächtlicht machend erleb. In manchen Fällen kann ein Eifersuchtswahn auftreten. Sie neigen auch zu übertriebener Selbstbezogenheit und überhöhtem Selbstwertgefühl.

Auswirkung: übertriebene Empfindlichkeit, Misstrauen - alles als feindlich zu betrachten, zusehr ICH-bezogen. Eine partnerschaftliche Beziehung wird extrem auf die Probe gestellt.

 

Paraphilie

Es handelt sich dabei um intensive, sexuell erregende Fantasien oder dranghafte sexuelle Verhaltensweisen, die sich entweder auf nichtmenschliche Objekte wie Strümpfe oder Tiere, auf Kinder oder auf bestimmte Praktiken, wie das Erleben oder Zufügen von Schmerzen beziehen. Es gibt dabei eine ganze Palette verschiedener Paraphilien. Es gibt welche, die sind in der Gesellschaft akzeptiert, andere wiederum sind nicht toleriert und führen teilorts bis zur Todesstrafe. Um hier nur wenige zu nennen:

Tolerierte Formen: Apotemnopilie (sexuelle Erregung durch Selbstamputation), Asphyxiophilie (Selbststrangulation zur Luststeigerung), Autonepiopilie (Windelfetischismus - auch mit Füllung), Dendrophilie (erotische Liebe zu Bäumen), Plushophilia (Stofftierfetischismus), Gerontophilie (sexuelle Fixierung auf alte Menschen), Symphorophilie (sexuelle Erregung durch Katastrophen und Unglücksfälle), Theophilie (Gottesgeilheit)... usw.

Verbotene, nicht tolerierte Formen: Zoophilie (sexuelle Handlungen mit Tieren), Urophilie (sexuelle Erregung durch Urin), Telefon-Scatophilie (obszöne Anrufe), Somnophilie (sich vergehen an Schlafenden), Nekrophilie (sexuelle Handlungen mit Toten), Ephebophilie (sexuelle Fixierung auf Pubertierende)... usw.

 

Parthenophilie

Dies ist die Beschreibung der sexuellen Zuneigung Erwachsener zu adoleszenten Jungen. Die Ephebopilie ist die sexuelle Zuneigung Erwachsener zu adoleszenten Mädchen. Im Volksmund ist Pädophilie bekannt, für allgemeinen Missbrauch an Adoleszenten wird meist Ephebophilie gebraucht. Parthenophilie und Ephebophilie ist nur eine noch spezifischere Bezeichnung.

Auswirkung: Seelenmord! Obwohl es vorkommt, dass das Jugendliche eine Verliebtheit gegenüber dem Täter verspüren kann, wird es bei sexueller Ausbeutung massiv missbraucht. Schamgefühl, Ohnmacht dem Täter gegenüber und vorallem Verschwiegenheit. Ein pubertierender junger Mensch macht negative Geschehnisse meist mit sich selbst aus, spricht selten jemand an, um Hilfe zu holen, da es ihm zu peinlich ist.

 

Physisch

körperlich

 

Phobie

Phobie ist griechisch und bedeutet "Furcht". Sie steht für eine Angststörung. Das ist eine krankhafte Furcht, eine unbegründete, anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen. Man spricht zum Beispiel von Spinnen-Phobie, Ballon-Phobie, Dunkelheits-Phobie usw. Soziale Phobien äussern sich dadurch, dass die Betroffenen Angst vor negativer Bewertung der sozialen Umgebung haben. Höhenangst gilt auch als eine Phobie. Wenn jemand Angst vor dem eigenen Körper und dessen Funktionen hat sowie Angst vor Krankheiten, sagt man dem Hypochondrie - siehe Liste.

Auswirkung: Angst davor, ausgeliefert zu sein, Panikreaktion vor einer spezifischen Situation, sie fühlen sich gestresst, ängstlich, depressiv.

 

Prävention

Unser Zauberwort! Prävention ist ganzheitlich als vorbeugende Massnahme zu sehen, die unerwünschte Ereignisse oder Entwicklungen vermeiden. Dieser Begriff stammt vom lateinischen: praevenire - zuvorkommen, verhüten. Synonyme dazu sind Vorbeugung, Verhütung, Prophylaxe. Wir beziehen und hier auf die Prävention sexueller Übergriffe an Kindern:

Primäre Prävention: dies soll zum Beispiel mit Aufklärung, Rollenspielen, Kindergeschichten, korrekte Anleitung und Aufsicht bei Doktorspielen unter Kindern, Vorträge bei Erwachsenen und so weiter und so fort, geschehen, um einen sexuellen Übergriff vermeiden zu können.

Sekundäre Prävention: Diese Bezeichnung bezieht sich auf die möglichst frühzeitige Erkenntnis und der Bekämpfung eines Übergriffes.

Tertiäre Prävention: Diese Bezeichnung minimiert die Folgen einer bereits manifesten körperlichen oder psychischen Störung durch einen Missbrauch. Durch verschiedene Ressourcen wie Behörden, Bezugspersonen und weiteren Beteiligten versucht man eine Schadensbegrenzung.

Auswirkung: Je früher Prävention geübt wird, desto länger und intensiver dürfen wir das Lachen eines Kindes geniessen!

 

Psyche/psychisch

seelisch - das System menschlichen Wahrnehmens und Denkens - im "Volksmund" Innenleben oder auch Seelenleben genannt.

 

Psychogene Amnesie

Auf einer mehr unbewussten Ebene können Inhalte, die in Verbindung mit dem Trauma stehen abgespaltet, dissoziiert und damit aus dem Bewusstsein ausgeblendet werden. Betroffene verdrängen somit unangenehme Erlebnisse. So können auch Täter wie Mörder aussagen, dass sie sich nicht mehr an die Tat erinnern - was demzufolge keine Lüge ist.

Auswirkung: Durch das Vergessen wird der Alltag leichter. Es sind keine Schamgefühle mehr vorhanden. Doch...: "Der Körper hat sein eigenes Gedächnis". Verdrängt ein Missbrauchsopfer das Geschehene, kann es bei Körperkontakten durchaus Reaktionen geben, welche die Betroffene Person sich nicht erklären kann.

 

Psychosomatisch

Psyché = Ahtem, Hauch, Seele, Geist
Soma = Körper, Leib und Leben
beides aus dem Altgriechischen

Dieser Begriff bedeutet, dass die Ursache hauptsächlich in der Psyche sich befindet, dann im Körper als Symtom zum Ausdruck kommt.

Auswirkung: Kopfschmerzen, Migräne, Schwinde, Übelkeit, Ohrengeräusche, Rückenschmerzen, Schmerzen am ganzen Körper, Engegefühl in der Brust, spastische Schmerzen im Bauch, Juckreiz, Allergien auf immer mehr Substanzen, Schlafstörungen, Unruhe, Angst ohne sichtbaren Grund und ohne zu wissen wovor, inneres Zittern, Panikattacken, Lustlosigkeit, Kraftlosigkeit, Interesselosigkeit usw.

 

psychotische Störung

Der Begriff Psychose bezeichnet eine Gruppe schwerer psychische Störungen, die mit einem zeitweiligen weitgenenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen. Im Unterschied zur Neurose erleben die Erkrankten nicht sich selbst, sondern ihre Umwelt als verändert, und sie erlangen zumeist im Akutstadium keine Krankheitseinsicht.

Auswirkung: Auffäluge Symtome sind oft Wahn und Hallutinationen.

 

Pubertät

Pubertät, latinisch: pubertas = Geschlechtsreife
Heutzutage beginnen im gesunden, wohlernährten menschlichen Körper in der Regel ab einem Alter von acht oder neun Jahren die der Pubertät zugrunde liegenden hormonellen Veränderungen. Bei den Jungen erhöht sich schon vor der eigentlichen Pubertät die Testosteronproduktion. Bei den Mädchen beginnen die Eierstöcke auch schon vor der Pubertät langsam und kontinuierlich vermehrt Östrogene herzustellen. Während der Pubertät kommt es von aussen nunmehr deutlich sichtbar zu einer Weiterentwicklung von körperlichen Merkmalen, die in erster Linie sexuellen Funktionen dienen. Die Kinder verlassen langsam aber stetig die kindliche Lebensphase. Zudem kommt es auch im Gehirn zu neurologischen Veränderungen. Hier werden emotionale Verknüpfungen gekappt und nehe emotionale Verknüpfungen gebildet.

Auswirkung: Wie auch in der Adoleszenz können die jungen Menschen oft launisch und orientierungslos wirken. Sie sind unzufrieden mit sich und ihrem Umfeld. Es kommt langsam die Zeit, wo die Freunde wichtiger sind als die Eltern. Aber keine Angst - dies ist eine Phase, welche wieder vorübergeht.

 

Schizodie Persönlichkeitsstörung

Sochle Menschen wollen sich nicht mitteilen, weisen andere Menschen ab. Will oder muss man sich näher mit ihnen befassen, wird die Wesensart schon komplizierter: Nicht nur reserviert, zurückgezogen und scheu, manchmal sogar launenhaft bis überspannt, fast verschroben wirkend, auch kühl, abweisend, ohne die geringste Fähigkeit, warme, zärtliche Gefühle, ja sogar Zorn oder Ärger anderer gegenüber zu zeigen, bis hin zur Gleichgültigkeit gegenüber Lob oder Tadel. Auch bekannt unter dem Namen: Asperger-Syndrom.

Auswirkung: Unfähig, mit Menschen zu leben, zu reden. Vollständiges Versinken in sich selbst. Stumpf, gedankenlos, ängstlich. Sie wollen sich nicht mitteilen, niemals, niemandem.

 

Schütteltrauma

Ein Schütteltrauma ist eine ungewöhnliche, gefährliche Form der Kindesmisshandlung. Es wird angenommen, dass es insbesondere aufgrund der Überforderung der Erziehungsberechtigten zu dieser Misshandlung kommt. Es entsteht durch einen besonderen Verletzungsmechanismus. Wenn ein Säuglich kräftig geschüttelt oder mit dem Kopf gegen eine weiche Oberfläche geschleudert wird, kann der Kopf des Kindes so starken Flieh- und Rotationskräften ausgesetzt sein, dass äusserlich oft nicht sichtbare Verletzungen wie Einrisse in Blutgefässe, Gewebe- und Knochenverletzungen entstehen.

Auswirkung: Bei 50 % bleiben Langzeitschäden wie Blindheit, geistige Behinderung, Lernbehinderung. Bei 13 bis 30 % bedeutet das der Tod.

 

Sextortion

So nennt sich die Erpressung mit Nacktbildern. Das Opfer wird über Chat-Rooms, soziale Netzwerke, Skype usw. aufgefordert, erotische Bilder oder Videos von sich anzufertigen, sich vor laufender Web-Cam zu entblössen oder sogar sexuelle Handlungen vorzunehmen. Durch die Entblössung ihres eigenen Körpers täuscht die Täterschaft so ein sexuelles Interesse oder sogar ein Interesse an einer Beziehung vor. Das erstellte Bild- oder Videomaterial wird anschliessend zur Erpressung missbraucht.

Auswirkung: Die Täterschaft erpresst das Opfer, indem Geld verlangt wird, damit das Material nicht veröffentlicht wird.

 

Suizid

Selbstmord

 

Sukzession/sukzessiv

allmählich eintretend, nach und nach

 

Trauma

Die Betroffenen sind einem kurz- oder langdauernden Ereignis oder Geschehen von aussergewöhnlicher Bedeutung oder mit katastrophalem Ausmass ausgesetzt. Das löst nahezu bei jedem tiefgreifende Verletzungen aus. Die Betroffenen haben die Erfahrung von Todesbedrohung, Lebensgefahr, oder starker Körperverletzung gemacht. Auch die Bedrohung der eigenen körperlichen Unversehrtheit oder einer anderen Person können sie erlebt haben. Bei Kindern sind aufgrund des Entwicklungsstandes unangemessene sexuelle Erfahrungen inbegriffen. Traumatisierend wirkt nicht nur die Bedrohung der körperlichen Integrität, sonder auch die Bedrohung der Persönlichkeitsentwicklung, des Selbstvertrauens sowie des Verlustes des eigenen Körpers.

Arten: Individuelle Gewalt, ständige körperliche Misshandlung als Kind, einmalige oder mehrfache Vergewaltigung, weitere Verbrechen, Krieg, Grossunfälle, Naturkatastrophen.

Auswirkung: Unterschiedliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Gehirn direkt nach einem Trauma verändert ist. In der Regel bilden sich die Veränderunen wieder zurück. Wiederholt sich das Trauma mehrmals über einen längeren Zeitpunkt oder war das Trauma übermässig schwer, können diese Veränderungen länger anhalten und im ungünstigen Fall auch dauerhafte Auswirkungen haben. Gerüche, Gefühle, Bilder usw. können so immerwieder zu Angst oder sogar Panik führen, auch wenn kein Anlass dazu besteht.

 

Trisomie 21

siehe unter Down-Syndrom, da es die gleiche Bedeutung hat.

 

UN-Kinderrechtskonvention

Siehe auch auf unserer Page unter Kinderrechte!

Die UN-Kinderrechtskonvention beinhaltet die Rechte des Kindes. Es ist ein Übereinkommen von 195 Ländern, welche ein wesentlicher Standard zum Schutz der Kinder festlegt. Sie ist der Konvention für Menschenrechte ähnlich - jedoch spezifisch auf Kinder zwischen 0 und 18 Jahren abgestimmt. Alle 54 Artikel findet Ihr unter Kinderrechte, 10 davon mit genauer Beschreibung.

Auswirkung: Die Länder werden periodisch durch das zuständige Vertragsorgan geprüft. Die Länder müssen auf verschiedenen Themen Statistiken und Schutzmassnahmen vorweisen können. Leider kann diese Konvention nicht überall vollumfänglich umgesetzt werden. Zum Beispiel während eines Krieges kann der Schutz der Kinder kaum umgesetzt werden. Es werden immer wieder Kinder gefangen genommen, misshandelt oder zum Militärdienst gezwungen. Ebenso ist die Zwangsheirat in einigen Ländern ganz normal - selbst 9jährige dürfen zum Beispiel in Indien verheiratet werden!!!

 

Vernachlässigung

Kindesvernachlässigung beschreibt einen chronischen Mangelzustand eines Kindes, ausgelöst durch die aufsichtspflichtige, erziehungspflichtige, sorgeberechtigte Person. Das Ausbleiben von Versorungsleistungen auf materieller, emotionaler, kognitiver Ebene, kann sich negativ auf die gesamte Entwicklung der Kinder auswirken. Wir sprechen da zum Beispiel von unzureichender Ernährung, keine Zuwendung, vernachlässigung der Körperpflege usw. Aufgrund ihrer psychischen und physischen Abhängigkeit sind diesbezüglich vorallem Säugliche und jüngere Kinder gefährdet.

Auswirkung: Krankheiten, Untergewicht, soziale Desorientierung - bis hin zum Tod!

 

Vormundschaft

Die Vormundschaft übernimmt die Wahrnehmung der rechtlichen Vertretung von Kindern, geistig kranke Menschen und entmündeten Erwachsenen. Ein minderjähriges Kind erhält einen Vormund, wenn es nicht unter elterlicher Sorge steht oder wenn die Eltern zur Vertretung des minderjährigen Kindes nicht berechtigt sind.

Auswirkung: Entlastung der Eltern, besserer Schutz fürs Kind, geregelter Tagesablauf, aussenstehende Ansprechsperson für Sorgen, Ängste und Probleme. Eine Vormundschaft kann allgemein häusliche Gewalt verhindern.